# Der Tintenfisch und der Spiegel
*Tintenfische nutzen Spiegel, um Futter zu finden, das sie nicht direkt sehen können. Das galt bisher als Fähigkeit von Wirbeltieren.*

Skim · Ausgabe 2026-08-31 · <https://skim.day/story/tintenfische-spiegel>

## In drei Sätzen

- Tintenfische fanden verstecktes Futter, indem sie sein Spiegelbild nutzten — nicht durch Zufall, sondern gezielt.
- Die Fähigkeit, ein Spiegelbild als Information über die Welt zu lesen, war bisher nur von Wirbeltieren bekannt.
- Tintenfische und Wirbeltiere trennten sich vor über 500 Millionen Jahren; komplexe Kognition ist offenbar mehrfach unabhängig entstanden.


Er sieht das Futter nicht. Er sieht sein Spiegelbild — und findet es.

## Was der Versuch zeigt

Das Futter lag außerhalb des Sichtfelds, nur sein Spiegelbild war zu sehen. Die Tiere gingen nicht zum Spiegel — sie gingen dorthin, wo das Futter wirklich lag. Sie haben das Bild also nicht für die Sache gehalten.

## Ein Zweig, der nicht dazugehört

Spiegelnutzung kannte man von Menschenaffen, Elefanten, Delfinen und Elstern. Alle sind Wirbeltiere. Der Tintenfisch ist es nicht.

## Warum das mehr ist als eine Tieranekdote

Unsere Wege trennten sich vor mehr als 500 Millionen Jahren. Der Tintenfisch hat kein Gehirn wie unseres — zwei Drittel seiner Nervenzellen sitzen in den Armen. Wenn beide unabhängig voneinander auf dieselbe Fähigkeit kommen, ist sie kein Zufall, sondern eine Lösung.

## Ein Tier ohne Wirbelsäule löst eine Aufgabe, die als Beweis für Intelligenz galt. Das ist:

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## Belege

- [Tintenfische nutzen Spiegel, um verstecktes Futter zu finden, ScienceDaily / Fachjournalbericht, 2026-06-05](https://www.sciencedaily.com/news/plants_animals/animal_learning_and_intelligence/)

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