97 Prozent — und 41
Zwei Zahlen aus derselben Auswertung des Warntags sagen Gegenteiliges. Die Erklärung steht im Kleingedruckten.
In drei Sätzen
- Nach dem bundesweiten Warntag meldete eine Online-Umfrage mit 117.073 Fragebögen, dass 97 Prozent der Teilnehmenden mindestens eine Warnung erhielten.
- Eine Repräsentativbefragung zum selben Warntag kam für Cell Broadcast auf 41 Prozent und für Sirenen auf 56 Prozent.
- Das BBK benennt den Grund selbst: Nutzende der Warn-App sind in der Online-Umfrage überrepräsentiert.
Zwei Zahlen aus derselben Auswertung.
Dieselbe Frage, zwei Antworten
| Online-Umfrage, 117.073 Fragebögen | 97 % |
|---|---|
| Repräsentativbefragung, Cell Broadcast | 41 % |
Quelle netz-trends, Bundesweiter Warntag 2026 — Probewarnung und Auswertung des Vorjahres, 2026-09-10
Zwei Zahlen, ein Warntag — welcher glaubst du?
Den 97 · Den 41 · Keiner · Kommt auf die Frage an
Was tatsächlich ankam
In der Repräsentativbefragung erreichten Sirenen mehr Menschen als Cell Broadcast.
| Sirenen | 56 % |
|---|---|
| Cell Broadcast | 41 % |
Quelle netz-trends, Bundesweiter Warntag 2026 — Probewarnung und Auswertung des Vorjahres, 2026-09-10
Wer antwortet, entscheidet das Ergebnis
Das BBK schreibt es selbst in die Auswertung: »Nutzende der Warn-App NINA sind in der Studie überrepräsentiert.« Wer eine Warn-App installiert hat, füllt eher einen Fragebogen zum Warntag aus — und bekommt eher eine Warnung. Die 97 Prozent messen deshalb nicht die Bevölkerung, sondern die Antwortenden.
Quelle netz-trends, Bundesweiter Warntag 2026 — Probewarnung und Auswertung des Vorjahres, 2026-09-10
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